elisa manig

2018


ecken

sculpture / exhibition Galerie FOE München


decke

sculpture / Diplomarbeit


194cm

video


stütze

sculpture / exhibition Karlskaserne Ludwigsburg


relativ

video / exhibition Karlskaserne Ludwigsburg


gerüstfragmentspannung

sculpture



2017


wandecke an raumecke

sculpture


aufkleber

photo


raumraum

sculpture / group


gestelle

photo


gegenüber

video projection / group


oberkante_unterkante

sculpture



2016


wandstruktur

sculpture


elisa & wolf forever

sculpture / group


fast

video


klappwand

sculpture


standhaft

video


kannnichtwillnicht

video


wandstruktur

sculpture


abwicklung

sculpture


schautafeln

sculpture



2015


wand

sculpture


gipsplatten

sculpture


untitled doc.

installation / group



2014


tonplattewasser

sculpture


tonplattegebogen

sculpture


stahlstangen

sculpture

elisa & wolf forever / 2016



Was ist es? Ein Spiel mit Offenheiten, mit Instabilitäten, die sich öffnen und Wahrnehmung werden. In ihrer Wackeligkeit geht diese unmögliche Wand vielleicht um mit dem zerbrechlichen Kontinuum, in dem wir leben, das unser Leben ist. Und sie formuliert eine Zwischenräumlichkeit, einen Schwellenraum, der unbestimmt bleiben muss. Dieser Zwischenraum gehört weder gänzlich zum Subjekt noch gänzlich zum Objekt der Wahrnehmung, er changiert unaufhörlich zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit, zwischen Aktiv und Passiv, zwischen Subjekt und Objekt.
Die Improvisation lebt davon, zwischen Geordnetem und Ungeordnetem, Strukturiertem und Unstrukturiertem, Vorbereitetem und Unvorbereitetem hin und her zu wechseln. Dies ist auch das Verbindende im Miteinander zwischen Elisa Manig und Wolf Roberto Schimpf. Das Ausschweifende, Symbolische, Erzählerische, von Schimpf, trifft auf die Arbeit von Elisa Manig, die Struktur ist: Im Gegensatz zur Komposition, die auf Totalität gerichtet ist, meint Struktur eine wesentlich offene, unabschließbare Anordnung, ist aber zugleich gekennzeichnet durch eine funktionale Wechselbeziehung zwischen den einzelnen Elementen, durch offengelegte oder verborgene Interpendenzen zwischen ihren ‚Einheiten’, zwischen banalen architektonische Grundvoraussetzungen _ Boden, Wand.
Form in diesem Sinn ist nie von vornherein absehbar, sie ist in ihrer Offenheit immer unerwartet und unsicher _ eine Begegnung von Zufall und Technik, von Techne und Tyche, von der man nie genau weiss, was sich daraus ergibt. Also Präzision in der Raumwahrnehmung und Freiheit, in dem was geschieht. In einem zentrifugalen Impuls verbindet sich die Arbeit von Elisa Manig mit ihrer Umgebung.
Kunst ist Bewegung. Standbein / Spielbein, der Kontrapost und das Dazwischen. Die Kunst ist räumlich, auch wenn sie nicht greifbar ist, und sie lebt von dem Verhältnis, das wir als Betrachter zu knüpfen in der Lage sind.


(Text von Dorothée Bauerle - Willert)


elisa & wolf forever / 2016